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CD | across the towers |
einzelne songs |
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reykjavik, kuala lumpur, darmstadt, london, oder heute abend vielleicht sevilla? in welchem städtchen sich tnt jackson auch gerade wiederfinden, begeisterung ist sicherlich nicht weit entfernt. die drei musiker, die gerne in verschiedensten genre-teichen fischen, präsentieren nun ihr zweites album „across the towers“.
ihr debüt „lovers“ ist 2005 von der kritik beklatscht worden, danach hat sich die band zeit genommen und einen neuen, organischeren zugang für ihre zweite platte gefunden. wenn „lovers“ das album war, das man freitag abend vor dem weggehen aufgelegt hat, ist „across the towers“ das album, das man im taxi nach hause hören möchte.
„across the towers“ ist ein album des herzens; sehnsucht und leidenschaft stehen im mittelpunkt. vom fesselnd-instrumentalen opener „lamarr“ bis zum herzzerreissenden „ours is forever“ erstreckt sich die erkenntnis, dass die schönheit im vergänglichen liegt. umgeben von einer prise mystery verbergen die mitglieder von tnt jackson ihre wahre identität, stattdessen nennen sie sich einfach t, n und t. mit einer ständig wechselnden bandbiographie (einer legende nach fanden sie bei einem beinahe-absturz über estland zusammen) und einem faible für uniformen verbinden tnt jackson bubenhaften charme mit einem touch räudigkeit.
„wir sind schon immer noch dilettanten, wenn auch heute weniger angestrengt“, sagt die band, wenn man sie nach ihrer musikalischen herangehensweise fragt. mit hinweisen auf dancemusic, psychedelischen krautpop und post-funk haben tnt jackson ihre songs nun eine stufe weiter gebracht. während den aufnahmen ließen sie das band einfach ständig mitlaufen, um einen neuen, etwas verträumten, organischeren sound einzufangen. trotz des gelasseneren stils von „across the towers“ sind spaß und humor bei tnt jackson nie allzu weit entfernt. ihre erste single „all black“ nimmt auf eine spielerische art bezug auf ihr erstlingswerk und auf „pushit“ gibt’s ein salt’n’pepa shout-out von art brut frontman eddie argos, während er sich - total abgebrannt - auf einem festival in südeuropa nach zigaretten sehnt.
als der ausgefeilteste und auch raffinierteste release in ihrer bisherigen laufbahn ist „across the towers“ ein hommage an die großstadt. an welchem ort man sich dieses album auch anhört, die musik von tnt jackson drückt die sehnsucht, aufregung und hoffnung aus, die uns alle vereint, über jegliche schranken hinweg; across the towers.
by barbara matthews
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